Viele von uns waren 2016 jung, sportlich und schön. Zehn Jahre danach gilt dasselbe. Nur die Erfahrung. Davon haben wir jetzt mehr. Wir wissen, wie man Feiern feiert und trotzdem konzentriert und fokussiert eine Auseinandersetzung mit der Schwerkraft vonstattengehen lässt.
Freitag, 2. Oktober. Bad Freienwalde. Haus der Naturpflege. Es heißt, hier wurde die „Naturschutz-Eule“ erfunden. Anreise bitte bis halb sieben. Was bei einem Verein wie dem unseren natürlich eine sportliche Zielvorgabe ist und keine Uhrzeit.

Noch bevor die Zimmer gelüftet sind, finden wir bei gezapftem Bier und Bratwurst (Pommes sind schon aus) grandioses Entertainment bei den Internationalen Offenen Skisprungmeisterschaften des WSV 1923 in Bad Freienwalde. Öfter als jedes andere Wort wird „Minister“ gesagt. Wer wohl gemeint ist.
Wir lassen uns inspirieren, denn am Sonntag heißt es (leider nur) für unseren Nachwuchs: Springen und Landen im Telemarkstil. Der Kritische Punkt liegt bei zehn Metern. Wie passend.

Aber jetzt erst mal die Grundlagen. Die nächste Saison steht vor der Tür, und was im Skigebiet aus Lust- und Kostengründen immer prokrastiniert wird: Lawinenkunde und Training mit dem LVS. Hier im Grünen ist gemessen daran mehr Zeit und Muße.
Am Nachmittag dann wieder die wirklich entscheidende Frage des Wochenendes:
Wer springt am weitesten?
Der Wertungsdurchgang im Spezialsprunglauf steht an. Anschließend Siegerehrung. Pokale werden verteilt, Leistungen gewürdigt, und vermutlich werden sich die jeweiligen Athleten darauf einigen, dass die jeweils eigene Leistung unter den gegebenen Umständen natürlich besonders bemerkenswert war. Den Minister gibt es heute nicht. Dafür wirklich ein anschauliches Programm und Rahmenprogramm. Radio Berlin Brandenburg lässt ganz gute Musik laufen. Und stimmt ja: Es ist der Tag der Deutschen Einheit. Also einen herzlichen Glückwunsch.

Und so gut eingeschwungen dürfen unsere Kinder am Sonntag dann schließlich selber in die Anzüge und unter die Helme und rauf auf die Schanze. Ein ganz und gar unironisches und wirklich herzliches Dankeschön an die Trainer vom WSV 1923, Ronja und Stefan.

Wir hoffen auf weitere – vielleicht gegenseitige – Besuche. Wie schon bei den Landesmeisterschaften im Ski: Mit den Sportfreunden aus Brandenburg macht es einfach Spaß.
Und hatte ich schon was über die Feier-Kernzeit anlässlich unseres 10-jährigen Vereinsjubiläums am Samstagabend geschrieben? Nein? Gut so.
Der Vorstand ist entlastet.





















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