Es regnet in Strömen in Oberwiesenthal am letzten Tag der Wettbewerbe. Aber auch Pokale und Medaillen für unsere Athleten bei den Landesmeisterschaften Berlin/Brandenburg.

Wir sind ja nicht so die Wettbewerbstypen. Es gibt Ausnahmen. Manchmal machen Skirennen Spaß. Es ist ja immer auch eine Alternative zu dem was sonst so nötig wäre — an einem sonnig verregneten Wochenende in Nordostdeutschland. Deshalb haben wir uns gesagt, wir verbringen drei Tage im Mittelgebirge, das in Sachsen liegt und nach den Erzvorräten benannt ist. Der Brandenburgische Skiverband veranstaltet dort — nunmehr mit Berliner Beteiligung — die offenen Landesmeisterschaften in Alpin, Snowboard und Telemark. Dank uns. Also: die letztgenannte Disziplin dank uns. Und so waren wir als Verein in allen Disziplinen am Start. Und das ist auch der Grund für die Pokal- und Medaillendusche. Ich versuche im Anhang die einzelnen Platzierungen in den verschiedenen Disziplinen, Wertungen und Altersklassen aufzuzählen.

Aber: die schönste Tatsache ist, dass wir mit 14 Leuten vertreten waren und viele von uns auch den Trainingstag bei allerbestem Wetter am Hang verbrachten.

Was sonst noch so bemerkenswert passiert, wenn sich der BTP auf Bergfahrt begibt, bleibt das Geheimnis derer, die es erlebt haben. Ihr wißt: in Sachsen und Böhmen schmecken Speisen und Getränke. Geistige Getränke besonders. Und damit erschien auch das trübe Wetter bei den Wettbewerben am Samstag und der strömende Regen beim Slalom und dem Kinderrennen nach Vielseitigkeitskriterien (!) am Sonntag in einem ganz anderen Licht.

Perspektivisch wird aber alles anders. Dem Vernehmen nach sind beide Landesverbände darin sicher, dass sie keine gemeinsamen Meisterschaften in der nächsten Saison austragen wollen. Der Skiverband Berlin (SVB) schwärmt von Bayrisch Zell (schreibt man das so?) als Austragungsort und aus den Vereinen hört man Skepsis (zu teuer, zu weit weg). Wir finden die Idee gut, am Ende der Winterferien in Tirol (wo sowieso alle hinfahren mit den Kindern) einen Wettbewerb zu machen (so wie der Verein Pallas aus Berlin) und 14 Tage danach entweder die Brandenburger Läufe (vgl. Terminkalender) oder auch Berliner in einem kleinen, preiswerten Skigebiet, das schnell zu erreichen ist und einen geeigneten Hang bietet (Sachsen, Polen, Böhmen?). Die Kosten für Übernachtung und Skigebiet am Fichtelberg erscheinen völlig aus dem Ruder gelaufen. Gemessen an dem, was es bietet. Überhaupt macht das erst im Sommer verkaufte Resort einen heruntergekommenen und wenig liebevoll behandelten Eindruck. Trotz guter Bedingungen und vorhandenen Schneekanonen ist die Piste unter der Seilbahn gesperrt und der kleine Schlepplift außer Betrieb. Das Publikum konzentriert sich am (einzigen!) Sessellift und die Wartezeiten selbst wochentags nerven. Der Skilehrer-Rabatt beläuft sich auf satte zwei (!) Euro. IVSI oder ISIA Marke? Alles egal. In Österreich sind da regelmäßig 25 Prozent Discount möglich. Genug öffentlich gemeckert; wenn jemand Hintergründe weiß: gerne kommentieren.

Wir gehen nächstes Wochenende nochmal an den Start und besuchen die einzig wahre Veranstaltung im falschen Skigebiet: das Telemarkcamp. Und lassen uns von den Bedingungen und dem Festivalprogramm überraschen. Glück auf!
P.S.: Die Platzierungen im Einzelnen. Gesamtwertung Berlin/Brandenburg
Snowboard/Telemark: 1. Platz Damen — Katrin
Snowboard/Telemark: 1. Platz Herren — Sebastian
Riesenslalom: 2. Platz U10 — Juna
Riesenslalom: 4. Platz U12 Mädchen — Eleni
Riesenslalom: 2. Platz U12 Jungen — Gustav
Riesenslalom: 2. Platz U14 Jungen — Mattis und 4. Matou
Riesenslalom: 4 bis 6. Platz Damen E2 — Anne, Katrin und Ina
Riesenslalom: 1. Platz Damen E2 — Anna
Riesenslalom: 4. und 5. Platz Herren E3 — Gunther und Mark
Vielseitigkeitswettbewerb: 3. Platz Mädchen U10 — Juna
Vielseitigkeitswettbewerb: 1. Platz Mädchen U12 — Eleni
Vielseitigkeitswettbewerb: 1. Platz Jungen U12 — Gustav
Slalom: 2. und 3. Platz Damen E2 — Anne und Anna
Landesmeisterschaften Berlin
Riesenslalom: 2. Platz U10 Mädchen — Juna
Riesenslalom: 2. Platz U12 Mädchen — Eleni
Riesenslalom: 1. Platz U12 Jungen — Gustav
Riesenslalom: 1. und 2. Platz U14 Jungen — Mattis und Matou
Riesenslalom Komplettsieg 1. bis 4. Platz E2 Damen — Anna, Anne, Katrin und Ina
Riesenslalom 2. und 3. Platz E3 Herren — Gunther und Mark
RS Telemark/Snowboard: E2 Damen 1. und 2. Platz — Anna und Katrin
RS Telemark/Snowboard: E2 Herren 1. Platz — Sebastian
RS Telemark/Snowboard: E3 Herren 1. Platz — Gunther
Vielseitigkeitswettbewerb: 3. Platz Mädchen U10 — Juna
Vielseitigkeitswettbewerb: 1. Platz Mädchen U12 — Eleni
Vielseitigkeitswettbewerb: 1. Platz Jungen U12 — Gustav
Slalom: 1. und 2. Platz Damen E2 — Anne und Anna